Der Sommer ist zwar noch nicht vorbei, aber wir können jetzt schon sagen, dass sich der Aufpreis für die passive Kühlung gelohnt hat:
1. Kurve: Außentemperatur
2. Kurve: Raumtemperatur
3. Kurve: Vorlauftemperatur (blaue Striche: Einsatz der passiven Kühlung)
Die passive Kühlung hat unser Haus auf 22°C gehalten bei bis zu 37°C Außentemperatur.
Die Kühlleistung über die Fußbodenheizung lag bei 2-4kW. Der erforderliche Pumpenstrom lag bei gerade mal 20-25W, das entspricht einer Arbeitszahl von weit über 100.
Wir haben sie von Morgens oder Mittags bis Abends laufen lassen, im 24/7 Betrieb wäre noch mehr gegangen.
Die VL/RL Temperatur der FBH ging bis auf 16,5 / 19,5 °C runter.
Heute habe ich zufällig unseren Halbjahresverbrauch angeschaut und war erstaunt:
Wir haben die Hälfte des Jahres (genau genommen 47,95%) rum und fast auf die kWh genau gleich viel aus dem Netz bezogen wie eingespeist (1119,5 zu 1118,31 kWh) und genauso viel verbraucht wie erzeugt (1814,21 zu 1813,02kWh).
Demnach sind wir ein Nullenergiehaus.
Die überdachte Terrasse mit Markise ist fertig, auch im Bild zu sehen: Das Hochbeet (noch nicht fertig) und der Rasenmäher Roboter.
Die letzten Wochen waren unglaublich heiß und trocken, so konnten wir die passive Kühlung ausprobieren: Mit etwa 20-30W Leistung wird das Wasser der FBH durch die Tiefenbohrung abgekühlt, bis auf 16°C. Aus den 20-30W werden so bis zu 4kW Kühlleistung.
Jedenfalls haben wir die RT auf 21°C runter gekühlt.
Unsere Bilanz für den Winter 2017-2018:
Heizungswärme: 7912 kWh laut Energieausweis: 7285 kWh/a Also nur 8% mehr als berechnet, und das obwohl man in den ersten Jahren noch die Restbaufeuchte ausheizen muss.
Warmwasser: 995 kWh
Wärmepumpenbezug (nach Estrichausheizen): 1558 kWh
Ergibt eine JAZ von 5,7
Zähler Wärmepumpe seit Einbau: 1918 kWh
(Gesamtwärme inkl. Estrichausheizen & Warmwasser durch Gesamtstromverbrauch ergibt eine JAZ von 5,44)
Die Photovoltaikanlage hat nach genau 1 Jahr Betrieb 3144 kWh erzeugt. Prognose lag bei 2800-3000 kWh.
Der Zähler steht bei
Einspeisung: 2049 kWh
Bezug: 2396 kWh
Daraus ergibt sich ein Eigenverbrauch von 1095 kWh.
Eigenverbrauchsquote: 35% / Autarkiequote: 46%.
Sie erspart uns so 270 € Stromkosten im Jahr.
Bezug liegt bei etwa 700 € im Jahr, Einspeisevergütung bei etwa 250 €.
Somit liegen wir bei etwa 38 € Stromkosten pro Monat (Heizung & Haushalt).
Die PV-Anlage amortisiert sich nach etwa 12 Jahren.
In den letzten Monaten sind die Schaugläser der Tacosetter teilweise schwarz angelaufen (Unser Wasser ist sehr eisenhaltig, vermutlich Eisenablagerungen):
Dies störte mich also habe ich nach Abhilfe gesucht und bin auf einen Schlammabscheider "Spirotrap MB3" für 100€ gestoßen der mir empfohlen wurde:
Installation:
Habe mich dann entschieden ihn selber einzubauen was tatsächlich nicht schwer war:
mit diesem kleinen Helfer
Druckverlust im Modulationsbereich den ich verwende (9-11 l/min) ist nicht messbar, bei 100% Pumpenleistung sind es "nur" noch 25,6 l/min statt 26,3 l/min.
Zuvor habe ich das Heizwasser komplett ersetzt und anschließend alle Tacosetter ausgebaut, zerlegt und mit Ohrenstäbchen jedes Schauglas aufwendig gereinigt, bis es wieder wie neu aussah.
Bin gespannt ob die Schaugläser nun dauerhaft sauber bleiben und die "Falle" die Schmutzpartikel rausfiltert. Aufgrund der Platzverhältnisse ist der Filter nur im Rücklauf der beiden EG-Heizkreisverteiler.
Beim Solekreislauf (die Flüssigkeit die durch die Tiefenbohrung läuft) konnte ich bisher nicht den Druck justieren. Wenn man z.B. das Schmutzsieb säubert, geht etwas Druck verloren. Je nach Temperatur der Sole, schwankt der Druck um 0,2-0,4 bar. Minimal war er unter 1,0 bar gesunken.
Die Lösung war ein Motorradreifenventil einzubauen:
Nun kann ich per Reifenfüller (wie beim Autoreifen) den Druck einstellen.
Die letzte Woche konnten wir unsere Heizung oder besser gesagt unsere Wärmequelle (die Tiefenbohrung) richtig testen dank Außentemperaturen von bis zu -12°C bei gleichzeitigen Sturmböen aus Osten:
Zu sehen:
a) Außentemperatur
b) Eingangstemperatur der Tiefenbohrung
c) Ausgangstemperatur in die Tiefenbohrung
d) Raumtemperatur
Die tiefste gemessene Außentemperatur betrug -11,6°C.
Die Heizleistung ging nicht über 3kW hinaus (42Hz), die Berechnung passt.
Die Tiefenbohrung ist überdimensioniert, sie pendelte sich bei etwa 3 / 0°C ein. Auslegungspunkt wäre 0 / -3°C.
Heißt es könnte ruhig wochenlang -12°C werden, die Wärmequelle liefert genug Energie.
Die 5% Einsatz des Heizstabs, wie vom Energieberater zwangsweise berechnet nach KfW Richtlinie, benötigen wir niemals.
Die Monatsarbeitszahl Februar inkl. Warmwasser lag bei 6,03 !